Rheinische Post vom 05.10.2018
In der Som­mer­ga­le­rie der Clö­rather Müh­ler zeigt der Vier­sener Ste­fan Kai­ser ab Sams­tag, 6. Ok­to­ber, neue Ar­bei­ten.
Von Sig­rid Blo­men-Ra­der­ma­cher

VIER­SEN |Der Him­mel ist kein un­be­schrie­be­nes Blatt. Er ist nicht nur vol­ler me­teo­ro­lo­gi­scher Er­schei­nun­gen, son­dern ver­lei­tet den Be­ob­ach­ter zum Träu­men, Den­ken und sich Seh­nen. Vor al­lem am Nie­der­rhein gibt es je­de Men­ge Him­mel – ge­nau­so wie im Ate­lier des Vier­sener Künst­lers Ste­fan Kai­ser. Mit sei­nem Fo­to­ap­pa­rat sam­melt er Him­mels­bil­der, um sie in sei­ne Ra­die­run­gen, Zeich­nun­gen oder Fo­to­ar­bei­ten ein­zu­bau­en. Bei der Som­mer­ga­le­rie der Clö­rather Müh­le zeigt Ste­fan Kai­ser ab Sams­tag, 6. Ok­to­ber, neue Ar­bei­ten.

Sei­ne Him­mel be­schreibt Kai­ser mit dich­ten, gleich­mä­ßi­gen Buch­sta­ben, die die Kom­po­si­ti­on des Bil­des un­ter­stüt­zen. Sie be­we­gen sich um die Bild­mo­ti­ve her­um und be­to­nen ih­re Struk­tur. Die über­wie­gend un­les­ba­ren Buch­sta­ben­rei­hen zie­hen sich von links nach rechts und wie­der nach links, sind auch ge­le­gent­lich in Spie­gel­schrift ge­schrie­ben. Mal lö­sen sie sich schein­bar auf, mal er­hal­ten sie ei­ne kräf­ti­ge Fär­bung.

Un­ter die­sen Him­meln ent­deckt der Be­trach­ter Oli­ven­bäu­me aus der Pro­vence oder Kre­ta, die Kai­ser dort zeich­ne­te und sei­ne Ge­dan­ken um die Bäu­me ins Bild schrieb. Hin und wie­der ist auch ei­ne Brü­cke aus ins Pa­pier ein­ge­ar­bei­te­tem Draht zu ent­de­cken.

Sel­ten aber ist al­les so, wie es scheint: „Kö­ni­gin 11 km“ heißt ei­ne Fo­to­gra­fie, die ganz am un­te­ren En­de des Bil­des ei­ne Ka­pel­le vor ei­nem Fuß­gän­ger­über­weg mit pas­sen­dem Ver­kehrs­schild und mit dem Hin­weis „Kö­ni­gin 11 km“ zeigt. Über der Ka­pel­le ragt ein wun­der­bar grau­er Him­mel auf. Na­tür­lich gibt es kei­nen Ort die­ses Na­mens und auch die Ka­pel­le ist um­ringt von vie­len De­tails, die Ste­fan Kai­ser weg­ge­las­sen hat. So steht die­ses Ge­bäu­de frei in ei­ner fik­ti­ven Land­schaft. Dann gibt es das Bild ei­nes ein­sa­men Hau­ses, des­sen Fas­sa­de ver­wit­tert wirkt.

Es wirkt wie ein Tat­ort in ei­nem Hitch­cock-Film – ge­fun­den hat es Kai­ser auf der Hei­er­stra­ße in Vier­sen. Hier et­was weg­ge­nom­men, dort et­was hin­zu­ge­fügt, ei­nen dicht be­schrie­be­nen Him­mel dar­über­ge­legt und schon ent­steht ei­ne au­ßer­ge­wöhn­li­che At­mo­sphä­re. Trau­en kann man die­sen Bil­dern zwar wirk­lich nicht, aber sie in vol­len Zü­gen ge­nie­ßen.

 

In­fo:

Die Aus­stel­lung von Ste­fan Kai­ser in der Clö­rather Müh­le, Clö­rather Müh­le 36 in Vier­sen, wird am Sams­tag, 6. Ok­to­ber, er­öff­net. Be­ginn ist um 15 Uhr. Die Bil­der sind bis Sonn­tag, 4. No­vem­ber, je­weils frei­tags von 15 bis 19 Uhr so­wie sams­tags und sonn­tags von 12 bis 19 Uhr zu se­hen.


Wir danken unseren Künstlerinnen, Künstlern und allen Gästen für einen wundervollen Tag und freuen uns aufs nächste Jahr !!!

Bitte Termin vormerken, für ein Wiedersehen am 18. August 2019 !!!


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 Straßenmalerei

 

Lena Lackmann kommt nach Viersen!

 

Viersen°openart ist es in den letzten Jahren zum Anliegen geworden auch die Randbereiche der bildnerischen Kunst zu beleuchten. Das Dortmunder Sprayertrio Parlé, Artic & Yard hat im letzten Jahr eindrucksvoll bewiesen, dass die Streetart einen berechtigten, eigenständigen Platz in der Kulturlandschaft eingenommen hat.

 

Bei unserem Kunstfestival 2018 gehen wir von der Wand auf den Boden, besser gesagt aufs Pflaster:

 

Uns ist es gelungen Lena Lackmann, Preisträgerin Straßenmalerei 2017 in Geldern, für viersen°openart zu gewinnen. Die junge Künstlerin machte ihrer Ausbildung zur Bühnenmalerin am renommierten Musiktheater im Revier / Gelsenkirchen und befindet sich derzeit mitten im Designstudium den der Fachhochschule Münster. Wenn man die unterschiedlichen Pflastermalereien von Lena Lackmann betrachtet, ist ihr späterer Berufswunsch als Illustratorin gut nachvollziehbar. Wir wünschen ihr dafür viel Erfolg!

 

gez. Uwe Peters


 Openart bietet Plattform für junge Künstler

 

Zum fünften Jubiläum des Kunstfestivals viersen°openart am 19.08.2018 bietet die Veranstalterinitiative eine Chance für drei junge Nachwuchskünstler.

 

„In den letzten Jahren haben wir immer wieder Anfragen von jungen, aufstrebenden Künstlern bekommen“, so Sabine Schumacher, die Intendantin des Festivals, „die wir jedoch ablehnen mussten, da sie noch nicht die erforderliche Qualität für Openart erreicht haben.“ Das soll sich jetzt ändern! Für drei Künstler/innen im Alter von 15 – 25 Jahren bietet viersen°openart eine Ausstellungsfläche und Pavillons beim Kunstfestival im Lyzeumsgarten an.

 

Bewerbungen können unter "Kontakt" auf dieser Homepage an Sabine Schumacher gerichtet werden.

 

gez. Uwe Peters


viersen°openart – Spezial

 

 Exkursion: Peter Rübsam – 3 Orte – 4 Skulpturen

 

Der Schirmherr 2018 von viersen°openart, der Düsseldorfer Bildhauer Peter Rübsam, hat sich bereit erklärt, mit einer kleinen Gruppe interessierter Viersener Bürger eine Exkursion zu den nächstliegenden Standorten seiner Skulpturen zu unternehmen. Vor Ort in Wickrath (Skulptur: Mutter Ey), in Rheindahlen (Skulptur: Steinzeittor) und in Hinsbeck (Skulpturen: Belgisch‘ Kaltblut und Der ausgesparte Mensch) wird er die Entstehungsgeschichte und die künstlerische Intention der Kunstwerke erläutern.

 

Die Exkursion am Samstag, den 12.05.18 wird von 14:00 – ca. 16:00 dauern. Wir bitten um baldige telefonische Anmeldung unter 01577 314 8658, da die Plätze sehr begrenzt sind.

 

gez. Uwe Peters


 viersen°openart feiert 5-jähriges Jubiläum

die Vorbereitungen haben begonnen!

 

Bewerbungsphase läuft !!!